Wochenende im Dorf auf'm Land
01
März
2009
Guten Morgen, beinand.
so, jetzt hab ich mein lecker Frühstück intus und auch schon ein paar dienstliche Sachen am Notebook geregelt, da hab ich mir eine kurze Unterbrechung verdient und werde mal meinen nächsten Artikel für euch entwerfen.
Arbeiten am Sonntag morgen? Jo mei - was macht ma sonst im Hotel in einem fremden Land mit fremder Sprache, wo ich no ned mal die Leut im Fernseher versteh - dessen Menü-Bedienung a no komplett auf chinesisch ist? Außer Zeitung lesen und schlafen bleibt da ned viel. Nachmittags und Abends gibts dann außerhalb das LaoWai - Ghetto-Hauses a wieder Programm, wie zum Beispiel gestern a bisserl Einkaufen und dann mit Eddie, Wig und Norman zum Friseur.
Wir sind zwecks 'frischer Luft und das die Zeit vergeht' zu Fuss in die Stadt, war scho reichlich frisch draußen aber gut auszuhalten. Normal wäre ich mit dem Taxi gefahren, a weil mein Rücken no ned ganz so fit ist. Apropo Taxi - ein Kollege der zur Zeit in Japan ist, macht seit gestern 1 Woche Aufenthalt in Shanghai, und hat gestern im neuesten Artikel (ganz an dessen Ende) in seinem Blog hier von seiner 1. Taxi-Fahrt berichtet - zum Schieflachen.
Stefan, ich bin so frei und zitiere einfach mal wörtlich den Absatz, okay?
...Die Taxis sehen ganz schön fertig aus mal so am Rande bemerkt. Dann ging es los. Ich hatte noch nie so ein ungutes Gefühl wie während dieser Fahrt. DER TAXLER ist gefahren wie eine GESENKTE SAU ! Gehupt - links und rechts überholt - einen Blinker glaub ich kennen die Taxis nicht. Dann sind wir an eine Ampel mit Fußgängerüberweg gekommen. Wir hatten ROT - ROT richtig ROT. !!! Es sind Fußgänger über die Straße gegangen aber entweder war der Farbenblind oder der wollte irgendwie Agressionen abbauen und ein paar Fußganger aufspießen. Gab es da nicht mal ein Computerspiel wo mann alte Omas mit dem Auto umfahren musste ? - so kam ich mir da vor. - Die Armen sind nur noch auf die Seite gesprungen....
Ja, so sind sie, die kleinen gelben Taxler-Säcke - rücksichtslos bis zum es geht nicht mehr, da gehts rein nach dem Motto, wer ist größer und stärker (Busse und LKW siegen also hier IMMER). Mir fällt das alles scho gar nimmer so auf, hab mich inzwischen nach insgesamt über 10 Wochen China a scho an alles gewöhnt, da ists ganz lehrreich mal andere Eindrücke aus Chinesien zu lesen.
Nebenbei bemerkt, Stefan: Der Taxler darf das, hier in China gilt der grüne Rechtsabbieger-Pfeil und zwar in der ganz freien Version, da muss no ned mal a Plastik-Schild stehen. Es gilt, ganz einfach: Wenn kein Ampel-Licht für die Rechtsabbieger vorhanden ist, ham die freie Fahrt - kann ma als Fussgänger meist ned sehen, weil ma ja erst hintendrauf am Ende der Aktion erwischt wird. Deshalb mein Tipp: immer erst gucken - a wie die anderen sich verhalten und dann erst losgehen, mich hätte scho beinahe mal ein Bus in Shanghai überfahren, war sau-knapp damals!
Wo waren wir? Ah, ja - Samstags-Pflichten - Friseur-Besuch!
Davon gibts hier in der Stadt ungefährt 2500 - rein gefühlsmäßig, und es geht a immer volle Kanne zu. Am Donnerstag wars ganz schlimm, weil da war der 1.Tag im 2.Monat des chinesischen Jahres und da soll Haare schneiden ganz viel Glück für's Jahr bringen. Tut auch Not, weil im ersten Monat soll ma an keinem Tag gar ned, denn da bewirkts das Gegenteil. Also haben sich vor den Friseur-Salons teilweise richtige Schlange gebildet. In der Zeitung stand was von bis über 100 Leuten pro Laden
Tja, wir also ab in die Fußgänger-zone und gleich in die 1.Seitenstraße rechts rein, wie's mir der Gug (Andreas A. Ex-Geburtstagskind) empfohlen hat. Mann, mann, da gehts ja überall so zu. VORSICHT - nicht zu weit gehen, denn sonst kommen die speziellen Friseurläden (ohne drehende Reklame-Säule vor der Tür), wo nur Mädels drinsitzen, die halt ...auch Haare schneiden könnten.
Rein in einen sauber und modern wirkenden Salon, und alle Vier erst mal hoch in den ersten Stock zum Haare waschen (2 Mal gaaanz lang) und Ohren ausputzen (mit einem gezwirbelten Faden - kitzelt a bisserl, macht aber Spass).
Das ganze Programm geniesst man im gemütlich in einem Sessel sitzend, denn Wasser wird äußerst sparsam aus einer Plastikflasche aufs Haar 'geträufelt'. Wie man sieht haben die Jung-ChiNasen voll den Korea- und Japan-Tick und entsprechende Frisuren, es gibt auch fast überhaupts keine Mädels im Personal, ist ein reiner Männer-Beruf. Tja, Mädls da wären scho ein paar knackige Jungs für euch dabei! Die bemühen sich auch immer wieder mit ihren Englisch-Kenntnissen zu brillieren, geht teilweise ganz gut, aber meistens ... ohoh.
Man wird dann wieder runter geführt und zu einem Friseur und dessen Arbeitsplatz geführt. Meiner konnte leider überhaupts kein Englisch mit dem Ergebnis, ich hab dann irgendwie mit Händen und Füssen versucht zu erklären, was er wo und wie lang schneiden soll. Hat scheinbar nicht so gut geklappt, denn seine Schnittaktivitäten hatten zur Folge, dass ich einen chinesischen Modern Touch Haarschnitt mit angedeutedem Seitenscheitel verpasst bekommen habe:

So aufgestylt gings nach Entlöhnung des Wucher-Preises von weniger als 5 Euro (40 Rmb) wieder auf die Straße a bisser bummeln. Denn in der Walking street stehen ganz viele Bronze Skulpturen rum, die man frei begehen, berühren oder a mal zweckentfremden kann. Außerdem hatte ich a bisserl Hunger und nach da sind uns der Sepp und der Rudi grad recht über den Weg gelaufen. Was die beiden da in der Hand halten ist 'Tintenfisch am Spieß' - schaut skurril und wenig appettitlich aus, schmeckt aber superlecker ... a bisserl arg scharf halt.

Soviel für den Moment, jetzt wird wieder was gearbeitet, damit ich morgen in meinen Schulungen wenigstens a bisserl a Ahnung hab, wovon ich red !
Mehr heut abend nach den beiden Italienern (Café und Restaurant)
Zái jiàn
Luo Jo Chen
so, jetzt hab ich mein lecker Frühstück intus und auch schon ein paar dienstliche Sachen am Notebook geregelt, da hab ich mir eine kurze Unterbrechung verdient und werde mal meinen nächsten Artikel für euch entwerfen.
Arbeiten am Sonntag morgen? Jo mei - was macht ma sonst im Hotel in einem fremden Land mit fremder Sprache, wo ich no ned mal die Leut im Fernseher versteh - dessen Menü-Bedienung a no komplett auf chinesisch ist? Außer Zeitung lesen und schlafen bleibt da ned viel. Nachmittags und Abends gibts dann außerhalb das LaoWai - Ghetto-Hauses a wieder Programm, wie zum Beispiel gestern a bisserl Einkaufen und dann mit Eddie, Wig und Norman zum Friseur.
Wir sind zwecks 'frischer Luft und das die Zeit vergeht' zu Fuss in die Stadt, war scho reichlich frisch draußen aber gut auszuhalten. Normal wäre ich mit dem Taxi gefahren, a weil mein Rücken no ned ganz so fit ist. Apropo Taxi - ein Kollege der zur Zeit in Japan ist, macht seit gestern 1 Woche Aufenthalt in Shanghai, und hat gestern im neuesten Artikel (ganz an dessen Ende) in seinem Blog hier von seiner 1. Taxi-Fahrt berichtet - zum Schieflachen.
Stefan, ich bin so frei und zitiere einfach mal wörtlich den Absatz, okay?
...Die Taxis sehen ganz schön fertig aus mal so am Rande bemerkt. Dann ging es los. Ich hatte noch nie so ein ungutes Gefühl wie während dieser Fahrt. DER TAXLER ist gefahren wie eine GESENKTE SAU ! Gehupt - links und rechts überholt - einen Blinker glaub ich kennen die Taxis nicht. Dann sind wir an eine Ampel mit Fußgängerüberweg gekommen. Wir hatten ROT - ROT richtig ROT. !!! Es sind Fußgänger über die Straße gegangen aber entweder war der Farbenblind oder der wollte irgendwie Agressionen abbauen und ein paar Fußganger aufspießen. Gab es da nicht mal ein Computerspiel wo mann alte Omas mit dem Auto umfahren musste ? - so kam ich mir da vor. - Die Armen sind nur noch auf die Seite gesprungen....
Ja, so sind sie, die kleinen gelben Taxler-Säcke - rücksichtslos bis zum es geht nicht mehr, da gehts rein nach dem Motto, wer ist größer und stärker (Busse und LKW siegen also hier IMMER). Mir fällt das alles scho gar nimmer so auf, hab mich inzwischen nach insgesamt über 10 Wochen China a scho an alles gewöhnt, da ists ganz lehrreich mal andere Eindrücke aus Chinesien zu lesen.
Nebenbei bemerkt, Stefan: Der Taxler darf das, hier in China gilt der grüne Rechtsabbieger-Pfeil und zwar in der ganz freien Version, da muss no ned mal a Plastik-Schild stehen. Es gilt, ganz einfach: Wenn kein Ampel-Licht für die Rechtsabbieger vorhanden ist, ham die freie Fahrt - kann ma als Fussgänger meist ned sehen, weil ma ja erst hintendrauf am Ende der Aktion erwischt wird. Deshalb mein Tipp: immer erst gucken - a wie die anderen sich verhalten und dann erst losgehen, mich hätte scho beinahe mal ein Bus in Shanghai überfahren, war sau-knapp damals!
Wo waren wir? Ah, ja - Samstags-Pflichten - Friseur-Besuch!
Davon gibts hier in der Stadt ungefährt 2500 - rein gefühlsmäßig, und es geht a immer volle Kanne zu. Am Donnerstag wars ganz schlimm, weil da war der 1.Tag im 2.Monat des chinesischen Jahres und da soll Haare schneiden ganz viel Glück für's Jahr bringen. Tut auch Not, weil im ersten Monat soll ma an keinem Tag gar ned, denn da bewirkts das Gegenteil. Also haben sich vor den Friseur-Salons teilweise richtige Schlange gebildet. In der Zeitung stand was von bis über 100 Leuten pro Laden
Tja, wir also ab in die Fußgänger-zone und gleich in die 1.Seitenstraße rechts rein, wie's mir der Gug (Andreas A. Ex-Geburtstagskind) empfohlen hat. Mann, mann, da gehts ja überall so zu. VORSICHT - nicht zu weit gehen, denn sonst kommen die speziellen Friseurläden (ohne drehende Reklame-Säule vor der Tür), wo nur Mädels drinsitzen, die halt ...auch Haare schneiden könnten.
Rein in einen sauber und modern wirkenden Salon, und alle Vier erst mal hoch in den ersten Stock zum Haare waschen (2 Mal gaaanz lang) und Ohren ausputzen (mit einem gezwirbelten Faden - kitzelt a bisserl, macht aber Spass).
Das ganze Programm geniesst man im gemütlich in einem Sessel sitzend, denn Wasser wird äußerst sparsam aus einer Plastikflasche aufs Haar 'geträufelt'. Wie man sieht haben die Jung-ChiNasen voll den Korea- und Japan-Tick und entsprechende Frisuren, es gibt auch fast überhaupts keine Mädels im Personal, ist ein reiner Männer-Beruf. Tja, Mädls da wären scho ein paar knackige Jungs für euch dabei! Die bemühen sich auch immer wieder mit ihren Englisch-Kenntnissen zu brillieren, geht teilweise ganz gut, aber meistens ... ohoh.Man wird dann wieder runter geführt und zu einem Friseur und dessen Arbeitsplatz geführt. Meiner konnte leider überhaupts kein Englisch mit dem Ergebnis, ich hab dann irgendwie mit Händen und Füssen versucht zu erklären, was er wo und wie lang schneiden soll. Hat scheinbar nicht so gut geklappt, denn seine Schnittaktivitäten hatten zur Folge, dass ich einen chinesischen Modern Touch Haarschnitt mit angedeutedem Seitenscheitel verpasst bekommen habe:

So aufgestylt gings nach Entlöhnung des Wucher-Preises von weniger als 5 Euro (40 Rmb) wieder auf die Straße a bisser bummeln. Denn in der Walking street stehen ganz viele Bronze Skulpturen rum, die man frei begehen, berühren oder a mal zweckentfremden kann. Außerdem hatte ich a bisserl Hunger und nach da sind uns der Sepp und der Rudi grad recht über den Weg gelaufen. Was die beiden da in der Hand halten ist 'Tintenfisch am Spieß' - schaut skurril und wenig appettitlich aus, schmeckt aber superlecker ... a bisserl arg scharf halt.

Soviel für den Moment, jetzt wird wieder was gearbeitet, damit ich morgen in meinen Schulungen wenigstens a bisserl a Ahnung hab, wovon ich red !
Mehr heut abend nach den beiden Italienern (Café und Restaurant)
Zái jiàn
Luo Jo Chen
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